Microsoft Navision Support-Ende: Was Bestandskunden jetzt tun müssen
Viele Unternehmen arbeiten heute noch produktiv mit Dynamics NAV und denken: Das System läuft doch, warum soll ich jetzt etwas ändern? Genau diese Frage stand im Mittelpunkt eines aktuellen NAVAX-Webinars zum Thema Countdown Navision Support.
Die Antwort: Der Navision Support läuft nicht schleichend aus, sondern nach einem festen, öffentlich dokumentierten Zeitplan. Und ab 2031 gibt es einen Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt.
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Der Navision Support endet in Etappen
Microsoft vergibt für jede NAV-Version eine feste Wartungsperiode: fünf Jahre Mainstream Support mit echten Funktionserweiterungen, danach fünf Jahre Extended Support, in denen nur noch sicherheitsrelevante Updates ausgeliefert werden. Ältere Versionen wie NAV 2013 oder 2015 sind bereits vollständig aus dem Support gefallen. Aktuell befinden sich nur noch NAV 2017 und NAV 2018 im Extended Support – mit Ablaufdaten in den Jahren 2027 und 2028.
Was viele Unternehmen unterschätzen: Ausbleibender Navision Support bedeutet nicht nur fehlende Fehlerbehebung, sondern auch keine gesetzlich vorgeschriebenen Anpassungen mehr, etwa bei neuen Umsatzsteuersätzen oder E-Rechnungspflichten. Ein Finanzsystem, das teilweise 100 Prozent der Geschäftsprozesse trägt, läuft damit ohne Herstellerabsicherung weiter.

Kein Microsoft Support bedeutet hohes Risiko
Neben den versionsspezifischen Fristen gibt es ein Datum, das für alle NAV-Lizenzen gilt: 2031 stellt Microsoft den Navision Support generell für sämtliche Lizenzen ein. Bis dahin lassen sich Lizenzen noch hinsichtlich neuer Benutzer, zusätzlicher Objekte sowie Funktionen erweitern. Danach werden alle Lizenzen im Status vom Januar 2031 eingefroren. Eine nachträgliche Anpassung, etwa weil eine neue gesetzliche Vorgabe einen zusätzlichen Bericht erfordert, ist dann technisch schlicht nicht mehr möglich.
Was passiert, wenn Sie warten?
- Sicherheitsrisiko. Schwachstellen im System bleiben unentdeckt.
- Know-how-Risiko. Die NAV-Spezialisten am Arbeitsmarkt werden immer weniger.
- Compliance-Risiken. Regulatorische und steuerliche Updates sind nur mit hohem Kostenaufwand integrierbar.
- Wettbewerbsnachteil. Manuelle Prozesse ohne KI Unterstützung sind extrem zeitintensiv.
Was NAV Kunden jetzt konkret tun sollten
Ein Navision Upgrade ist mehr als ein technisches Update. Es ist der Wechsel von einer On-Premises-Lösung auf eine cloudbasierte, laufend weiterentwickelte Plattform. Business Central ERP folgt dem sogenannten Modern Lifecycle: Statt eines festen Ablaufdatums gibt es kontinuierliche Updates, zweimal jährlich neue Funktionen und automatische Sicherheitsupdates, solange eine aktive Lizenz besteht.
Für Unternehmen, deren Navision Support in absehbarer Zeit endet, bedeutet das vor allem eines: Sie müssen sich künftig nicht mehr alle zehn Jahre einer großen Migration stellen, sondern bewegen sich Schritt für Schritt mit dem Produkt mit.
Es ist ganz wichtig, die Zeit nicht zu unterschätzen. 2031 klingt zwar extrem weit weg, aber ein Projekt und seine Vorlaufzeit bedürfen einfach einer gewissen Zeit und einer gewissen Budgetplanung.
Die Facts auf einen Blick.
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- 0Navision Support Ende
- 0bis 9Monate zu Business Central
Wie viel Zeit muss ich einplanen?
Eine gut geplante Migration auf Business Central ERP dauert im Mittelstand erfahrungsgemäß zwischen drei und neun Monaten. Dies ist abhängig von Datenmenge, individuellen Anpassungen und Schnittstellen. Bestandskunden, die den Umstieg frühzeitig angehen, profitieren dabei doppelt: Sie können in Ruhe evaluieren, welcher Migrationsweg zu ihrer Situation passt, und sie vermeiden Projekte unter Zeitdruck, die in der Praxis regelmäßig teurer und risikoreicher verlaufen als geplante Vorhaben.
Auch technische Rahmenbedingungen spielen eine Rolle: Wenn etwa der eingesetzte SQL-Server aus IT-Sicherheitsgründen nicht mehr betrieben werden kann, aber gleichzeitig nicht mehr mit der bestehenden NAV-Version kompatibel ist, entsteht schnell ein Spannungsfeld zwischen Infrastrukturanforderungen und Softwarebestand. Ein Szenario, das sich durch frühzeitige Planung vermeiden lässt. Gerade auf Geschäftsführungsebene lohnt sich dafür ein Blick auf die wirtschaftlichen Argumente für eine ERP-Transformation in die Cloud, um die Entscheidung intern fundiert zu begründen.
Unser Fazit
Der Navision Support endet nicht plötzlich, sondern nach einem klar dokumentierten Fahrplan. NAVAX begleitet Unternehmen seit über 30 Jahren bei genau diesen Projekten. Mit fundierter Erfahrung aus über 130 abgeschlossenen Migrationsprojekten von Navision Software auf Business Central ERP. Wer sich als NAV Kunde frühzeitig damit auseinandersetzt, profitiert.
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